Straf­zu­mes­sung – und das Revisionsgericht

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Auf­ga­be des Tatrichters.

Straf­zu­mes­sung – und das Revisionsgericht

Er allein ist auf­grund des umfas­sen­den Ein­drucks, den er in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, in der Lage, die für die Straf­zu­mes­sung bestim­men­den ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzuwägen.

Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in die­se Ein­zel­ak­te der Straf­zu­mes­sung ist in der Regel nur möglich,

  • wenn die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind,
  • wenn das Tat­ge­richt gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke ver­stößt oder
  • wenn sich die ver­häng­te Stra­fe nach oben oder unten von ihrer Bestim­mung löst, gerech­ter Schuld­aus­gleich zu sein1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Okto­ber 2020 – 1 StR 346/​20

  1. st. Rspr.; BGH, Beschlüs­se vom 15.06.2016 – 1 StR 72/​16 Rn. 10 mwN; und vom 10.04.1987 – GSSt 1/​86, BGHSt 34, 345, 349; Urteil vom 19.01.2012 – 3 StR 413/​11[]