Untreue – und das gewerbs­mä­ßi­ge Han­deln des Gehil­fen

Nach dem Regel­bei­spiel des § 266 Abs. 2 i.V.m. § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Alter­na­ti­ve 1 StGB liegt ein beson­ders schwe­rer Fall der Untreue in der Regel vor, "wenn der Tätergewerbs­mä­ßig … han­delt".

Untreue – und das gewerbs­mä­ßi­ge Han­deln des Gehil­fen

Der Geset­zes­wort­laut spricht gegen die Annah­me eines Regel­bei­spiels, wenn nicht der Täter, son­dern aus­schließ­lich der Gehil­fe die Absicht hat, sich durch wie­der­hol­tes delik­ti­sches Ver­hal­ten (über ein von ihm beherrsch­tes Unter­neh­men) eine nicht nur vor­über­ge­hen­de, nicht ganz uner­heb­li­che Ein­nah­me­quel­le zu ver­schaf­fen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. August 2017 – 3 StR 348/​17