Zeit­lich auf­ein­an­der­fol­gen­de, wech­sel­sei­ti­ge Angrif­fe – und die Not­wehr

Bei zeit­lich auf­ein­an­der­fol­gen­den, wech­sel­sei­ti­gen Angrif­fen der Betei­lig­ten bedarf es zur Prü­fung der Not­wehr­la­ge einer Gesamt­be­trach­tung unter Ein­schluss des der Tat­hand­lung vor­aus­ge­gan­ge­nen Gesche­hens.

Zeit­lich auf­ein­an­der­fol­gen­de, wech­sel­sei­ti­ge Angrif­fe – und die Not­wehr

Der­je­ni­ge kann sich nicht auf ein Not­wehr­recht beru­fen, der zuvor einen ande­ren rechts­wid­rig ange­grif­fen hat, so dass die­ser sei­ner­seits aus Not­wehr han­delt1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Juni 2018 – 1 StR 208/​18

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 23.01.2003 – 4 StR 267/​02, NStZ 2003, 599, 600; vom 22.11.2000 – 3 StR 331/​00, NStZ 2001, 143, 144; und vom 26.10.1993 – 5 StR 493/​93, BGHSt 39, 374, 376 f. []