Dienst­li­che Beur­tei­lung – und die Dienst­pos­ten­bün­de­lung

Die Fra­ge, ob eine Dienst­pos­ten­bün­de­lung zu Recht oder zu Unrecht erfolgt ist, ist ohne Bedeu­tung für die Recht­mä­ßig­keit der Bewer­tung der auf einem sol­chen Dienst­pos­ten erbrach­ten Leis­tun­gen in einer dienst­li­chen Beur­tei­lung. Die auf dem Dienst­pos­ten erbrach­ten Leis­tun­gen sind allein am Maß­stab des Sta­tusam­tes des Beam­ten zu mes­sen. Weist ein Dienst­pos­ten Beson­der­hei­ten auf, ist dies bei der Leis­tungs­be­wer­tung zu berück­sich­ti­gen.

Dienst­li­che Beur­tei­lung – und die Dienst­pos­ten­bün­de­lung

Die Fra­ge, ob eine Dienst­pos­ten­bün­de­lung (vgl. § 18 Satz 2 BBesG) zu Recht oder zu Unrecht erfolgt ist, ist ohne Bedeu­tung für die Beur­tei­lung der Recht­mä­ßig­keit der Bewer­tung der auf einem sol­chen Dienst­pos­ten erbrach­ten Leis­tun­gen in einer dienst­li­chen Beur­tei­lung. Auch für einen auf einem gebün­del­ten Dienst­pos­ten ver­wen­de­ten Beam­ten müs­sen dienst­li­che Beur­tei­lun­gen erstellt wer­den; bewer­tet wer­den die tat­säch­lich erbrach­ten Leis­tun­gen des Beam­ten – unab­hän­gig davon, ob die Anfor­de­run­gen des Dienst­pos­tens unter, gleich- oder höher­wer­tig im Hin­blick auf sein Sta­tus­amt sind und unab­hän­gig davon, ob ihm die­ser Dienst­pos­ten rechts­feh­ler­frei über­tra­gen wor­den ist oder nicht. Die auf dem Dienst­pos­ten erbrach­ten Leis­tun­gen sind allein am Maß­stab des Sta­tusam­tes des Beam­ten zu mes­sen 1. Weist ein Dienst­pos­ten Beson­der­hei­ten auf, ist dies bei der Leis­tungs­be­wer­tung zu berück­sich­ti­gen 2.

Im Übri­gen sind nach den gemäß § 137 Abs. 2 VwGO bin­den­den tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen des Beru­fungs­ge­richts bei der Zoll­ver­wal­tung Dienst­pos­ten­be­wer­tun­gen (vgl. § 18 Satz 1 BBesG) erstellt wor­den. Dafür, dass die­se rechts­wid­rig sein könn­ten – ins­be­son­de­re für eine Über­schrei­tung des inso­weit dem Dienst­herrn zukom­men­den Beur­tei­lungs­spiel­raums, ist nichts ersicht­lich. Bei einer Dienst­pos­ten­bün­de­lung auf der Grund­la­ge einer Dienst­pos­ten­be­wer­tung weiß der Beur­tei­ler, dass der Beam­te Auf­ga­ben mit der Wer­tig­keit und dem Schwie­rig­keits­grad aus allen gebün­del­ten Ämtern zu erfül­len hat­te und kann dies bei sei­ner Leis­tungs­be­wer­tung berück­sich­ti­gen.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 17. Sep­tem­ber 2015 – 2 C 27.2014 -

  1. BVerfG, Kam­mer­be­schlüs­se vom 20.03.2007 – 2 BvR 2470/​06BVerfGK 10, 474, 478; vom 11.05.2011 – 2 BvR 764/​11BVerfGK 18, 423, 429; und vom 04.10.2012 – 2 BvR 1120/​12BVerfGK 20, 77, 82; BVerwG, Beschluss vom 20.06.2013 – 2 VR 1.13, BVerw­GE 147, 20 Rn. 28 f.[]
  2. BVerwG, Beschluss vom 20.06.2013 a.a.O. Rn. 52 ff.[]