Ein rau­chen­der Grund­schul­leh­rer

Die zustän­di­ge Ver­wal­tungs­be­hör­de darf einem Grund­schul­leh­rer die Ein­rich­tung eines Rau­cher­zim­mers im Schul­ge­bäu­de ver­wei­gern, wenn das Schul­ge­setz das Rau­chen im Schul­ge­bäu­de und auf dem Schul­ge­län­de aus­nahms­los ver­bie­tet.

Ein rau­chen­der Grund­schul­leh­rer

So die Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines ver­be­am­te­ten Grund­schul­leh­rers, der die Ein­rich­tung eines Rau­cher­zim­mers im Schul­ge­bäu­de begehrt hat. Nach­dem die zustän­di­ge Senats­ver­wal­tung den Antrag auf Ein­rich­tung eines Rau­cher­zim­mers abge­lehnt hat, blieb auch die vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ein­ge­reich­te Kla­ge ohne Erfolg. Hier­ge­gen hat der Klä­ger Beru­fung ein­ge­legt.

In sei­ner Urteils­be­grün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg deut­lich gemacht, dass durch das Ber­li­ner Schul­ge­setz das Rau­chen im Schul­ge­bäu­de und auf dem Schul­ge­län­de aus­nahms­los ver­bo­ten sei. Die­ses Rauch­ver­bot die­ne nicht nur dem Schutz vor den schäd­li­chen Wir­kun­gen des Pas­siv­rau­chens, son­dern vor allem der Sucht­prä­ven­ti­on. Es zie­le dar­auf ab, eine nega­ti­ve Vor­bild­wir­kung rau­chen­der Leh­rer auf dem Schul­ge­län­de zu ver­mei­den und die Schü­ler durch eine rauch­freie Umge­bung vom Ein­stieg in das Rau­chen abzu­hal­ten. Dem vor­beu­gen­den Schutz vor Gesund­heits­ge­fah­ren durch den Kon­sum von Tabak kom­me Vor­rang vor den Belan­gen des Klä­gers zu, der zum Rau­chen auch künf­tig das Schul­ge­län­de ver­las­sen müs­se. Daher sei die Beru­fung zurück­zu­wei­sen.

Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 8. August 2012 – 4 B 29.10