Pen­si­on für ehe­ma­li­ge Staats­se­kre­tä­re

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat die Kla­ge des ehe­ma­li­gen Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tärs beim Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, Man­fred Pal­men (MdL), abge­wie­sen. In der münd­li­chen Ver­hand­lung hat der Klä­ger klar­ge­stellt, dass er sich nicht gegen eine Anrech­nung sei­ner Ver­sor­gung aus einer frü­he­ren Tätig­keit als Stadt­di­rek­tor auf das (ins­ge­samt zwei­jäh­ri­ge) Über­gangs­geld, wohl aber auf das Ruhe­ge­halt aus sei­nem Amt als Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär wen­de.

Pen­si­on für ehe­ma­li­ge Staats­se­kre­tä­re

Sei­ner Begrün­dung, die­se Anrech­nung stel­le eine ver­fas­sungs­wid­ri­ge Ungleich­be­hand­lung gegen­über Ver­sor­gungs­an­sprü­chen von Beam­ten dar, ist die Kam­mer nicht gefolgt. Der Vor­sit­zen­de hat hier­zu aus­ge­führt, dass Minis­ter und Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­re kei­ne Beam­ten sei­en und durch den Gesetz­ge­ber daher anders behan­delt wer­den dürf­ten. Gera­de bei den Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­ren kom­me hin­zu, dass die­se von Geset­zes wegen auch immer Land­tags­ab­ge­ord­ne­te sei­en. Ob sie über ihre Abge­ord­ne­ten­diä­ten hin­aus über­haupt Bezü­ge des Lan­des erhiel­ten, lie­ge im Ermes­sen des Gesetz­ge­bers; vor die­sem Hin­ter­grund sei eine Anrech­nungs­vor­schrift erst Recht unpro­ble­ma­tisch.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 9. Novem­ber 2011 – 10 K 4963/​10