Brand­schutz kann Leben ret­ten

Zum Jah­res­wech­sel hat Sach­sen die Pflicht zum Ein­bau von Rauch­mel­dern ein­ge­führt.

Brand­schutz kann Leben ret­ten

Wie die Säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung bekannt gege­ben hat, ist mit dem Gesetz über die Ände­rung der Säch­si­schen Bau­ord­nung am 16. Dezem­ber 2015 vom Säch­si­sche Land­tag beschlos­sen wor­den, das Bau­ord­nungs­recht zu aktua­li­sie­ren, das nun auch die Rauch­warn­mel­de­pflicht umfasst. Als letz­tes Bun­des­land hat Sach­sen damit eine Rege­lung zum Ein­bau von Rauch­mel­dern getrof­fen. Zum 1. Janu­ar 2016 tritt die Geset­zes­än­de­rung in Kraft. In Neu­bau­ten und bei wesent­li­chen Ände­run­gen von Bestands­bau­ten müs­sen dann in Schlaf­zim­mern und Flu­ren Rauch­warn­mel­der instal­liert wer­den.

Vie­len geht die­se Rege­lung nicht weit genug, denn Neu­bau­ten machen ledig­lich einen gerin­gen Teil der vor­han­de­nen Woh­nun­gen aus. Alle Bestands­bau­ten sind in Sach­sen von der Pflicht zum Ein­bau von Rauch­mel­dern aus­ge­nom­men (wenn nich gra­vie­ren­de Umbau­ten vor­ge­nom­men wer­den). Dabei ist all­ge­mein bekannt, wie wich­tig ein Rauch­mel­der ist und das er Leben ret­ten kann. Gera­de zur Weih­nachts­zeit kommt es immer wie­der zu Woh­nungs­brän­den durch Advents­krän­ze oder Weih­nachts­bäu­me, die Feu­er gefan­gen haben. Bren­nen­de Ker­zen in unmit­tel­ba­rer Nähe von tro­cke­nen Tan­nen­na­deln bil­den grund­sätz­lich eine gro­ße Gefah­ren­quel­le. Dabei ist nicht nur das Feu­er für vie­le Men­schen töd­lich, son­dern in weit höhe­rem Maße der sich aus­brei­ten­de Rauch. An einer Rauch­ver­gif­tung ster­ben ca. 90 % aller durch Brand ver­un­glück­ten Men­schen.

Die­se Bilanz kön­nen Rauch­mel­der ändern: Bereits solch ein Brand­mel­de­sys­tem kann Leben ret­ten. Bevor die Rauch­kon­zen­tra­ti­on für Men­schen gefähr­lich wird, warnt ein Rauch­mel­der mit einem lau­ten Signal vor der Gefahr, da beson­ders im Schlaf die Wahr­neh­mung des Men­schen beein­träch­tigt ist. Durch die­se früh­zei­ti­ge Mel­dung wird wert­vol­le Zeit gewon­nen, um sich in Sicher­heit zu bege­ben. Die Rauch­ent­wick­lung und das Feu­er ver­hin­dern kann ein Rauch­mel­der aller­dings nicht. Er kann ledig­lich vor Gefah­ren war­nen.

Wer sein Hab und Gut eben­falls schüt­zen möch­te, dem reicht der Ein­bau von Rauch­mel­dern nicht aus. Was dem Pri­vat­mann sein Heim, ist dem Unter­neh­mer sei­ne Fir­ma: Befin­den sich beson­de­re Maschi­nen im Unter­neh­men oder unter­hält die Fir­ma ein aus­ge­präg­tes Waren­la­ger, rei­chen Rauch­mel­der zum Schutz der Gegen­stän­de nicht aus. Hier ist es sinn­voll, ein durch­dach­tes Brand­schutz­sys­tem zu instal­lie­ren. Neben der eigent­li­chen Brand­mel­dung sind vor­al­lem Sicher­heits­tech­nik für die Gebäu­de in Ver­bin­dung mit effek­ti­ven Lösch­sys­te­men gefragt. Indi­vi­du­ell auf die Bedürf­nis­se des Unter­neh­mens abge­stimmt, fin­det eine Über­wa­chung durch Mel­de­sys­te­me statt, um einen Brand früh­zei­tig zu erken­nen und unmit­tel­bar an die zustän­di­gen Not­diens­te wei­ter­zu­lei­ten. Eine Brand­früh­erken­nung ver­schafft mehr Zeit zur Per­so­nen­ret­tung und der akti­ven Bekämp­fung des Bran­des im Anfangs­sta­di­um, damit weder eine grö­ße­re Gefahr für die Mit­ar­bei­ter noch für das Fir­men­ge­bäu­de samt Inhalt ent­ste­hen kann. Für eine effek­ti­ve Brand­be­kämp­fung ist beson­ders die genaue Loka­li­sie­rung und Anzei­ge erfor­der­lich.