Der Schrift­satz­nach­lass – und das Sit­zungs­pro­to­koll

Der Antrag auf Gewäh­rung einer Schrift­satz­frist (§ 173 VwGO i.V.m. § 283 ZPO) gehört zu den wesent­li­chen Vor­gän­gen der Ver­hand­lung, die in das Sit­zungs­pro­to­koll auf­zu­neh­men sind (§ 105 VwGO i.V.m. § 160 Abs. 2 ZPO) 1.

Der Schrift­satz­nach­lass – und das Sit­zungs­pro­to­koll

Ist ein der­ar­ti­ger Antrag nicht pro­to­kol­liert, so begrün­det das Pro­to­koll den vol­len Beweis dafür, dass er nicht gestellt wur­de.

Der Gegen­be­weis ist zwar nach § 173 VwGO i.V.m. § 415 Abs. 2 ZPO zuläs­sig, kann aber regel­mä­ßig nicht geführt wer­den, wenn der Antrag auf ent­spre­chen­de Berich­ti­gung des Pro­to­kolls abge­lehnt wur­de.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 6. März 2014 – 9 B 54.2013 -

  1. vgl. BVerwG, Beschluss vom 18.07.2013 – 9 B 7.13 10 und BFH, Beschluss vom 05.10.2010 – IX S 7/​10 3 m.w.N.[]