Kein Anschluss an ein abs­trak­tes Normenkontrollverfahren

Ein (unselb­stän­di­ger) Anschluss an ein von einem Vier­tel der Mit­glie­der des Deut­schen Bun­des­ta­ges initi­ier­tes Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren (Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG, § 76 Abs. 1 BVerfGG) ohne die Zustim­mung der den bis­he­ri­gen Antrag­stel­ler bil­den­den Abge­ord­ne­ten schei­det aus1.

Kein Anschluss an ein abs­trak­tes Normenkontrollverfahren

Soweit die Mit­glie­der des Deut­schen Bun­des­ta­ges neben dem (unselb­stän­di­gen) Anschluss auch ihren Bei­tritt zum Ver­fah­ren erklä­ren, ist ihre Erklä­rung auf eine unzu­läs­si­ge Rechts­fol­ge gerich­tet; für die Erlan­gung der mit einem Bei­tritt ver­bun­de­nen Rechts­stel­lung eines selb­stän­di­gen Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten ist vor­lie­gend kein Raum. Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG, § 76 Abs. 1 BVerfGG regeln die Antrags­be­rech­ti­gung im abs­trak­ten Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren abschlie­ßend2. Die (hier: sie­ben) Mit­glie­der des Deut­schen Bun­des­ta­ges gehö­ren nicht zu die­sem Kreis. 

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 25. März 2021 – 2 BvF 1/​20

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 03.11.2020 – 2 BvF 2/​18, Rn. 18 ff.[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 03.11.2020 – 2 BvF 2/​18, Rn. 12 ff.[]

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