Revi­si­ons­zu­las­sungs­grund: Diver­genz

Der Revi­si­ons­zu­las­sungs­grund der Abwei­chung liegt nur vor, wenn die Vor­in­stanz in Anwen­dung der­sel­ben Rechts­vor­schrift mit einem ihre Ent­schei­dung tra­gen­den Rechts­satz einem eben­sol­chen Rechts­satz des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts wider­spricht 1.

Revi­si­ons­zu­las­sungs­grund: Diver­genz

§ 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO ver­langt, dass der Tat­be­stand der Diver­genz nicht nur durch die Anga­be der höchst­rich­ter­li­chen Ent­schei­dung, von der abge­wi­chen sein soll, son­dern auch durch eine prä­zi­se Gegen­über­stel­lung der mit­ein­an­der unver­ein­ba­ren Rechts­sät­ze dar­ge­legt wird 2.

Eine Diver­genz­rü­ge kann nicht auf den Vor­wurf gestützt wer­den, dass das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt einen von ihm nicht in Fra­ge gestell­ten abs­trak­ten Rechts­satz des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts im Ein­zel­fall falsch ange­wandt habe 3.

Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 2. Okto­ber 2019 – 4 B 36.19

  1. vgl. BVerwG, Beschluss vom 20.12 1995 – 6 B 35.95, NVwZ-RR 1996, 712; stRspr[]
  2. stRspr, BVerwG, Beschlüs­se vom 17.12 2010 – 8 B 38.10ZOV 2011, 45; und vom 17.02.2015 – 1 B 3.15 7[]
  3. vgl. z.B. BVerwG, Beschluss vom 14.09.2017 – 4 B 26.17ZfBR 2018, 73 Rn. 12 m.w.N.[]