Teu­rer schla­fen in Duis­burg

Die Erhe­bung der soge­nann­ten Bet­ten­steu­er durch die Stadt Duis­burg ist recht­mä­ßig.

Teu­rer schla­fen in Duis­burg

In zwei bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf die Kla­gen gegen die Erhe­bung der Bet­ten­steu­er abge­wie­sen.

Durch die Stadt Duis­burg wird auf­grund einer vom Rat beschlos­se­nen Sat­zung seit Novem­ber 2010 von Hotel­be­trei­bern und ähn­li­chen Betrie­ben eine Über­nach­tungs­ab­ga­be als ört­li­che Auf­wand­steu­er in Höhe von 5 % des Über­nach­tungs­prei­ses erho­ben. Hier­ge­gen haben zwei Duis­bur­ger Hotel­be­trei­ber Kla­ge erho­ben.

Nun hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf die Steu­er­erhe­bung für recht­mä­ßig erklärt. Nach Auf­fas­sung des Gerichts ver­stößt die Über­nach­tungs­ab­ga­be weder gegen das Grund­ge­setz noch gegen die Richt­li­ni­en der Euro­päi­schen Gemein­schaft. Auch ist die Bet­ten­steu­er mit den Vor­schrif­ten des nord­rhein-west­fä­li­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­rechts ver­ein­bar. Die Steu­er ist nicht der Umsatz­steu­er gleich­ar­tig; ihre Erhe­bung ist auch nicht des­halb unzu­läs­sig, weil der Bun­des­ge­setz­ge­ber ab dem Jah­re 2010 für Hotel­be­trei­ber den Mehr­wert­steu­er­satz von 19 % auf 7 % gesenkt hat.

Im glei­chen Sin­ne hat bereits im Juli 2011 das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln 1 die Erhe­bung einer Über­nach­tungs­ab­ga­be durch die Stadt Köln als recht­mä­ßig bestä­tigt.

Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf, Urtei­le vom 2. Dezem­ber 2011 – 25 K 187/​11 und 25 K 342/​11

  1. VG Köln, Urteil vom 06.07.2011 – 24 K 6736/​10[]