Cad­mi­um in Schmuck

Die bereits bestehen­den Beschrän­kungs­maß­nah­men für Cad­mi­um im Rah­men der euro­päi­schen Che­mi­ka­li­en­ver­ord­nung REACH wer­den ab Janu­ar 2012 deut­lich ver­schärft. In der Ver­gan­gen­heit waren in Schmuck, ins­be­son­de­re in ein­ge­führ­tem Mode­schmuck, zum Teil sehr hohe Cad­mi­um­ge­hal­te fest­ge­stellt wor­den. Auch die Dämp­fe, die beim Löten von Metal­len mit cad­mi­um­hal­ti­gen Loten ein­ge­at­met wer­den kön­nen, gel­ten als äußerst gefähr­lich.

Cad­mi­um in Schmuck

Die bereits bestehen­den che­mi­ka­li­en­recht­li­chen Beschrän­kungs­maß­nah­men für Cad­mi­um wur­den daher mit der EU-"Ver­ord­nung 494/​2011 der Kom­mis­si­on vom 20. Mai 2011 zur Ände­rung des Anhangs XVII der REACH-Ver­ord­nung" deut­lich ver­schärft. So darf ab 10. Janu­ar 2012 kein Schmuck (ein­schließ­lich Mode­schmuck) in den Ver­kehr gebracht wer­den, des­sen Metall­tei­le mehr als 0,01 Mas­se­pro­zent Cad­mi­um ent­hal­ten. Eine Aus­nah­me besteht für Schmuck, der zu die­sem Zeit­punkt bereits in Ver­kehr gebracht wur­de oder älter als 50 Jah­re ist (Anti­qui­tä­ten-Aus­nah­me). Auch Hart­lo­te dür­fen (mit weni­gen Aus­nah­men, zum Bei­spiel Luft- und Raum­fahrt­an­wen­dun­gen) ab die­sem Datum nicht mehr ver­wen­det und ver­mark­tet wer­den, wenn die Kon­zen­tra­ti­on an Cad­mi­um mehr als 0,01 Mas­se­pro­zent beträgt.

Die neu­en Rege­lun­gen ver­bie­ten zudem Cad­mi­um in jeder Art von Kunst­stoff, wobei es für eine Rei­he von Bau­pro­duk­ten eine Aus­nah­me für die Wie­der­ver­wen­dung von PVC-Abfall mit nied­ri­gem Cad­mi­um­ge­halt gibt (Recy­cling-Aus­nah­me). Der­ar­ti­ge Bau­pro­duk­te müs­sen mit der Auf­schrift "Ent­hält Recy­cling-PVC" oder einem Pik­to­gramm ver­se­hen sein.

Cad­mi­um ist krebs­er­zeu­gend, sehr gif­tig für Was­ser­or­ga­nis­men und kann in Gewäs­sern län­ger­fris­tig schäd­li­che Wir­kun­gen haben.