Nor­men­kon­troll­an­trag eines aner­kann­ten Natur­schutz­ver­eins in Nie­der­sach­sen

Einem in Nie­de­sach­sen nach § 60 Abs. 1 NNatG aner­kann­ten Natur­schutz­ver­ein ste­hen in Bezug auf die Teil­auf­he­bung einer Land­schafts­schutz­ge­biets­ver­ord­nung kei­ne über die Betei­li­gungs­rech­te nach § 60 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BNatSchG und § 60 a Nr. 1 NNatG hin­aus­ge­hen­den sub­jek­tiv-öffent­li­chen Rech­te zu, weil ihm weder das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz noch das Nie­der­säch­si­sche Natur­schutz­ge­setz oder ande­re gesetz­li­che Vor­schrif­ten der­ar­ti­ge Rech­te ein­räu­men.

Nor­men­kon­troll­an­trag eines aner­kann­ten Natur­schutz­ver­eins in Nie­der­sach­sen

Das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz und das Nie­der­säch­si­sche Natur­schutz­ge­setz eröff­nen einem aner­kann­ten Ver­ein auch nicht die Mög­lich­keit, einen Nor­men­kon­troll­an­trag zu stel­len, ohne eine Ver­let­zung eige­ner Rech­te gel­tend machen zu müs­sen.

Der Nor­men­kon­troll­an­trag eines aner­kann­ten Ver­eins gegen eine Ver­ord­nung über die Teil­auf­he­bung einer Land­schafts­schutz­ge­biets­ver­ord­nung ist daher man­gels Antrags­be­fug­nis unzu­läs­sig, wenn der Ver­ein nicht gel­tend machen kann, in sei­nen o. g. Betei­li­gungs­rech­ten ver­letzt zu sein.

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 28. Mai 2009 – 11 KN 731/​07