Betriebs­un­ter­bre­chungs – Ver­si­che­rung und Kapi­tal­man­gel

Eine Klau­sel in All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen einer Maschi­nen-Betriebs­un­ter­bre­chungs­Ver­si­che­rung, nach der der Ver­si­che­rer kei­ne Ent­schä­di­gung leis­tet, soweit ein Betriebs­un­ter­bre­chungs­scha­den durch den Umstand ver­grö­ßert wird, dass dem Ver­si­che­rungs­neh­mer zur Wie­der­her­stel­lung oder Wie­der­be­schaf­fung beschä­dig­ter oder zer­stör­ter Sachen oder Daten nicht recht­zei­tig genü­gend Kapi­tal zur Ver­fü­gung steht, stellt einen Risi­ko­aus­schluss dar. Die Beru­fung des Ver­si­che­rers auf eine sol­che Kapi­tal­man­gel-Klau­sel ist nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des BGH aller­dings jeden­falls dann treu­wid­rig, wenn er aus einer vom Ver­si­che­rungs­neh­mer dane­ben abge­schlos­se­nen Maschi­nen­scha­den­ver­si­che­rung Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen für die Repa­ra­tur der beschä­dig­ten oder zer­stör­ten Sachen oder Daten schul­det.

Betriebs­un­ter­bre­chungs – Ver­si­che­rung und Kapi­tal­man­gel

BGH, Urteil vom 16.11.2005 – IV ZR 120/​04