Der "OSGAR"-Medienpreis

Die Axel-Sprin­ger-AG darf unter der Bezeich­nung „OSGAR“ oder „Bild-OSGAR“ nicht mehr Aus­zeich­nun­gen, Prei­se, Prä­mi­en, Prä­di­ka­te oder Tro­phä­en aus­lo­ben oder ver­lei­hen. Das hat das Land­ge­richt Ber­lin auf Kla­ge der Aca­de­my of Moti­on Pic­tures Arts and Sci­en­ces mit Sitz in Bever­ly Hills ent­schie­den. Die­se ver­gibt seit 1929 für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen im Film­be­reich die Tro­phäe „Oscar“ und hat­te sich durch die jähr­li­che Ver­lei­hung eines Prei­ses unter dem Namen „OSGAR“ in Leip­zig durch die Axel-Sprin­ger-AG in ihren Mar­ken­rech­ten ver­letzt gese­hen. Dem ist das Land­ge­richt gefolgt. Wegen der Ähn­lich­keit bei­der Bezeich­nun­gen bestehe Ver­wechs­lungs­ge­fahr.

Der "OSGAR"-Medienpreis

Die Axel-Sprin­ger-AG hat­te sich unter ande­rem erfolg­los dar­auf beru­fen, ihr Preis sei nach dem säch­si­schen Schau­stel­ler und Markt­schrei­er Oskar Sei­fert (1861 – 1932) benannt, von dem sich auch die bekann­te Rede­wen­dung „frech wie Oskar“ ablei­te.

Land­ge­richt Ber­lin, Urteil vom 2. August 2011 – 16 O 168/​10 -