Dress­codes – die unge­schrie­be­nen Geset­ze der Arbeits­welt

Vie­le Vor­schrif­ten, an die wir uns im All­tag hal­ten, sind kei­ne Geset­ze im wirk­li­chen Sin­ne. Bei ihnen han­delt es sich viel­mehr um unge­schrie­be­ne Geset­ze, die etwa den Umgang mit ande­ren Men­schen oder auch das Erschei­nungs­bild im Berufs­le­ben betref­fen.

Dress­codes – die unge­schrie­be­nen Geset­ze der Arbeits­welt

Wel­che Vor­schrif­ten sind rech­tens?

Klei­der machen Leu­te. Dies gilt ins­be­son­de­re im Berufs­le­ben, wo sich in vie­len Unter­neh­men eine bestimm­te Klei­der­ord­nung ein­ge­bür­gert hat. Manch­mal ist die­se nicht schrift­lich fest­ge­hal­ten, manch­mal fin­den Mit­ar­bei­ter dage­gen in der Betriebs­ver­ein­ba­rung Anga­ben dazu, wel­ches Erschei­nungs­bild von ihnen erwar­tet wird. Wie wir bereits in die­sem Arti­kel berich­te­ten, ist dabei längst nicht jede Vor­schrift rech­tens. Kri­tisch wird es dort, wo die Vor­schrif­ten die Per­sön­lich­keits­rech­te des Ein­zel­nen ein­schrän­ken. Wie der Focus kürz­lich berich­te­te, stellt etwa eine ame­ri­ka­ni­sche Beklei­dungs­ket­te recht absur­de For­de­run­gen an ihre Mit­ar­bei­ter.

Dresscode
© Stockbyte/​Thinkstock

Anders sieht es aus, wenn der Dress­code zum Bei­spiel das Tra­gen eines ein­far­bi­gen BHs in Weiß oder Haut­far­be vor­gibt. Eine sol­che Vor­schrift dient in ers­ter Linie einem ordent­li­chen Erschei­nungs­bild. Glei­ches gilt im Übri­gen für sämt­li­che ande­re Klei­dungs­stü­cke und Schu­he, die die Betriebs­ver­ein­ba­rung vor­schreibt. Wer sich nicht an die Vor­schrif­ten hält, ris­kiert eine Abmah­nung und bei wie­der­hol­ter Miss­ach­tung eine Kün­di­gung. Oft feh­len die Anga­ben zu den ein­zel­nen Klei­dungs­stü­cken jedoch gänz­lich oder beschrän­ken sich ledig­lich auf ein Wort. Unter Dress­code steht dabei oft geschrie­ben: Busi­ness.

Dress­code Busi­ness: Was bedeu­tet das?

Für Frau­en:

Je nach per­sön­li­chen Vor­lie­ben kön­nen weib­li­che Mit­ar­bei­ter ein Kos­tüm oder aber einen Hosen­an­zug (gibt es zum Bei­spiel unter http://www.madeleine.de/Shop/Hosenanzuege‑5/Seite‑1/index.html) tra­gen. Dunk­le Far­ben sind dabei hel­len vor­zu­zie­hen, wobei Model­le in Dun­kel­blau oder Anthra­zit die bes­te Wahl dar­stel­len. Zu Kos­tüm oder Hosen­an­zug wird eine ein­far­bi­ge Blu­se mit klas­si­schem Schnitt kom­bi­niert. Damen kön­nen zwi­schen Weiß und Pas­tell­far­ben wäh­len. Mus­ter sind mit Aus­nah­me von fei­nen Nadel­strei­fen nicht erlaubt. Im Som­mer hat sich als Alter­na­ti­ve zu die­ser Kom­bi­na­ti­on auch das Etuik­leid bewährt. Zu beach­ten ist dabei, dass nack­te Bei­ne grund­sätz­lich tabu sind – eine haut­far­be­ne Nylon­strumpf­ho­se ist Pflicht. Den Abschluss bil­den geschlos­se­ne Schu­he.

Für Män­ner:

Her­ren tra­gen einen zwei- oder drei­tei­li­gen Anzug mit Kra­wat­te. Als Anzug­far­be kom­men dabei Dun­kel­blau sowie diver­se Grau­tö­ne infra­ge. Auch Anzü­ge in Braun oder Cognac wer­den in der Regel gedul­det. Das Hemd ist wie bei den Damen weiß oder pas­tell­far­ben, wobei fei­ne Strei­fen und manch­mal sogar Git­ter­ka­ros gestat­tet sind. Eben­so dür­fen die Kra­wat­ten far­big sein. Zu beach­ten ist unbe­dingt, dass Gür­tel und Schu­he zu den Klei­dungs­stü­cken pas­sen. Die Anzug­schu­he müs­sen geschlos­sen sein.