Erd­öl­be­vor­ra­tung

Nach dem Deut­schen Bun­des­tag hat auch der Bun­des­rat das "Gesetz zur Neu­fas­sung des Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ge­set­zes und zur Ände­rung des Mine­ral­öl­da­ten­ge­set­zes" beschlos­sen. Mit dem neu­en Gesetz soll ins­be­son­de­re die euro­päi­sche Erd­öl­be­vor­ra­tungs­richt­li­nie umge­setzt und zugleich das Sys­tem der Ölkri­sen­vor­sor­ge opti­miert wer­den.

Erd­öl­be­vor­ra­tung

Das Gesetz regelt die Bevor­ra­tung mit Erd­öl und Erd­öl­er­zeug­nis­sen zur Vor­sor­ge für Ver­sor­gungs­stö­run­gen neu. Künf­tig sind Vor­rä­te in der Höhe der Net­to­ein­fuh­ren eines Zeit­raums von 90 Tagen zu hal­ten. Dahin­ter steht die Ver­ein­heit­li­chung bis­her unter­schied­li­cher Bevor­ra­tungs­re­geln der Inter­na­tio­na­len Ener­gie­agen­tur und der Euro­päi­schen Uni­on. Die erfor­der­li­che Bevor­ra­tung obliegt wei­ter­hin dem Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ver­band, einer bun­des­un­mit­tel­ba­ren Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts mit Sitz in Ham­burg.

Der Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ver­band hält aktu­ell rund 24 Mio. Ton­nen Roh­öl und Mine­ral­öl­pro­duk­te zur Kri­sen­vor­sor­ge. Mit dem neu­en Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ge­setz wird die Bevor­ra­tung stär­ker auf die wich­tigs­ten Mine­ral­öl­pro­duk­te Otto­kraft­stof­fe, Die­sel­kraft­stoff, leich­tes Heiz­öl sowie Flug­tur­bi­nen­kraft­stoff aus­ge­rich­tet. Die­se Pro­duk­te müs­sen min­des­tens ein Drit­tel der gesam­ten Vor­rä­te aus­ma­chen. Zudem sind die Vor­rä­te regio­nal aus­ge­wo­gen zu ver­tei­len, so dass im Fall einer Ver­sor­gungs­stö­rung Eng­päs­se unmit­tel­bar aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen.