Feu­er­stät­ten­be­schei­de

Feu­er­stät­ten­be­schei­de nach dem ab dem 1. Janu­ar 2013 gel­ten­den neu­en Schorn­stein­fe­ger­recht kön­nen bereits in der der­zei­ti­gen Über­gangs­zeit erlas­sen wer­den.

Feu­er­stät­ten­be­schei­de

Die end­gül­ti­ge Auf­he­bung des Schorn­stein­fe­ger­mo­no­pols zum 1. Janu­ar 2013 hat zur Fol­ge, dass Haus- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mer selbst für die Rei­ni­gung ihrer Kami­ne ver­ant­wort­lich sind. Dem Bezirks­schorn­stein­fe­ger fällt zukünf­tig die Auf­ga­be zu, für jeden Haus­halt einen soge­nann­ten "Feu­er­stät­ten­be­scheid" zu erlas­sen. In die­sem Bescheid wird ver­bind­lich gere­gelt, wel­che Schorn­stein­fe­ger­ar­bei­ten not­wen­dig sind. Mit der Durch­füh­rung der Arbei­ten kann der Eigen­tü­mer dann jeden deut­schen Schorn­stein­fe­ger oder auch einen Hand­wer­ker aus ande­ren EU-Staa­ten beauf­tra­gen.

Die Rich­ter des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen ent­schie­den nun­mehr, dass bereits vor dem 1. Janu­ar 2013 – in der der­zeit gel­ten­den Über­gangs­pha­se – ein Feu­er­stät­ten­be­scheid erlas­sen wer­den kann. Erst die­ser Bescheid ver­set­ze den Haus- oder Woh­nungs­ei­gen­tü­mer in die Lage, einen Schorn­stein­fe­ger (aus Deutsch­land oder ande­ren EU-Staa­ten) frei zu wäh­len. Der Erlass des Feu­er­stät­ten­be­scheid die­ne damit der effek­ti­ven Ver­wirk­li­chung der euro­päi­schen Dienst­leis­tungs­frei­heit. Die­ses Ziel lie­ge der Neu­re­ge­lung des Schorn­stein­fe­ger­rechts zugrun­de.

Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen, Urteil vom 15. März 2011 – 3 K 761/​10

  1. vom 26.11.2008, BGBl. I S. 2242[]