Frei­er Archi­tekt

Die Bestim­mung des § 2 des Bau­kam­mern­ge­set­zes Nord­rhein-West­fa­len, wonach die Tätig­keit als Archi­tekt im Land Nord­rhein-West­fa­len unter die­ser Bezeich­nung grund­sätz­lich nur aus­üben darf, wer in die Archi­tek­ten­lis­te der zustän­di­gen Archi­tek­ten­kam­mer des Lan­des ein­ge­tra­gen ist, stellt eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung im Sin­ne des § 4 Nr. 11 UWG dar, die auch inso­fern mit dem Uni­ons­recht in Ein­klang steht, als sie kei­ne Aus­nah­me für den Fall vor­sieht, dass ein in Nord­rhein-West­fa­len nie­der­ge­las­se­ner Archi­tekt als Staats­an­ge­hö­ri­ger eines EU-Mit­glied­staa­tes (ein­schließ­lich Deutsch­lands) bereits in der Archi­tek­ten­lis­te eines EU-Mit­glied­staa­tes ein­ge­tra­gen ist.

Frei­er Archi­tekt

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. März 2010 – I ZR 68/​09