Offen­le­gung von Vor­stands­ge­häl­tern

Mit dem "Gesetz über die Offen­le­gung der Vor­stands­ver­gü­tun­gen" soll Trans­pa­renz in die Ver­gü­tung der Vor­stän­de von Akti­en­ge­sell­schaf­ten gebracht und sol­len die Kon­troll­rech­te der Aktio­nä­re gestärkt wer­den. Das Gesetz sieht vor, dass bei bör­sen­no­tier­ten Akti­en­ge­sell­schaf­ten künf­tig für jedes ein­zel­ne Vor­stands­mit­glied die gesam­ten Bezü­ge unter Namens­nen­nung anzu­ge­ben sind. Dabei reicht die Gesamt­sum­me der an ein ein­zel­nes Vor­stands­mit­glied gezahl­ten Bezü­ge nicht. Ver­langt wird viel­mehr die Auf­schlüs­se­lung in erfolgs­un­ab­hän­gi­ge und erfolgs­be­zo­ge­ne Kom­po­nen­ten sowie Kom­po­nen­ten mit lang­fris­ti­ger Anrei­zwir­kung zum Bei­spiel Akti­en­op­tio­nen.

Offen­le­gung von Vor­stands­ge­häl­tern

Die­se Auf­tei­lung ent­spricht der Emp­feh­lung des Cor­po­ra­te Gover­nan­ce Kodex – den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zur Lei­tung und Über­wa­chung deut­scher bör­sen­no­tier­ter Gesell­schaf­ten, der inter­na­tio­nal und natio­nal aner­kann­te Stan­dards guter und ver­ant­wor­tungs­vol­ler Unter­neh­mens­füh­rung ent­hält.

Die neu­en Rege­lun­gen sind bereits seit dem 11. August 2005 in Kraft, aber sie sind erst­mals auf Jah­res- und Kon­zern­ab­schlüs­se für Geschäfts­jah­re ab dem 1. Janu­ar 2006 anzu­wen­den. Für die­se Abschlüs­se, die im Früh­jahr 2007 ver­öf­fent­licht wer­den, kön­nen die Aktio­nä­re in der Haupt­ver­samm­lungs­sai­son 2006 von der Opting Out-Klau­sel Gebrauch machen und für maxi­mal fünf Jah­re auf die indi­vi­dua­li­sier­te Offen­le­gung der Vor­stands­be­zü­ge ver­zich­ten.