Gewer­be­un­ter­sa­gung und die Ltd.

Wem nach § 35 Abs. 1 S. 1 und S. 2 GewO die Aus­übung eines Gewer­bes ein­schließ­lich der Tätig­keit als Ver­tre­tungs­be­rech­tig­ter eines Gewer­be­trei­ben­den oder als mit der Lei­tung eines Gewer­be­be­trie­bes beauf­trag­te Per­son unter­sagt ist, kann die­ses Ver­bot nicht dadurch umge­hen, dass er die unter­sag­te Tätig­keit als Geschäfts­füh­rer der im Inland errich­te­ten Zweig­nie­der­las­sung einer im euro­päi­schen Aus­land gegrün­de­ten Gesell­schaft (im vom Ober­lan­des­ge­richt Dres­den ent­schie­de­nen Fall eine in Groß­bri­tan­ni­en gegrün­de­te Limi­ted) aus­übt. Euro­päi­sches Gemein­schafts­recht steht dem nach Ansicht des OLG Dres­den nicht ent­ge­gen.

Gewer­be­un­ter­sa­gung und die Ltd.

OLG Dres­den, Beschluss vom 7. Febru­ar 2006 – Ss (OWi) 955/​05