Kei­ne Sekun­där­haf­tung der Wirt­schafts­prü­fer

Der als Jah­res­ab­schluss­prü­fer täti­ge Wirt­schafts­prü­fer unter­liegt nicht der Sekun­der­haf­tung, wie sie die Recht­spre­chung etwa für Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter ent­wi­ckelt hat.

Kei­ne Sekun­där­haf­tung der Wirt­schafts­prü­fer

Der Jah­res­ab­schluss­prü­fer, der der von ihm geprüf­ten Gesell­schaft wegen Pflicht­ver­let­zun­gen bei der Prü­fung zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­tet ist, kann ihr die Mit­ver­ur­sa­chung des ent­stan­de­nen Scha­dens durch ihren Geschäfts­füh­rer grund­sätz­lich gemäß § 254 Abs. 1, § 31 BGB ana­log ent­ge­gen­hal­ten. Bei der Abwä­gung sind auch sol­che Ver­ur­sa­chungs­bei­trä­ge des Geschäfts­füh­rers zu berück­sich­ti­gen, die vor der Prü­fung des Jah­res­ab­schlus­ses lie­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 10. Dezem­ber 2009 – VII ZR 42/​08