Besteht im CFD-Han­del Nach­schuss­pflicht?

Der Han­del mit CFDs ist längst bei etli­chen pri­va­ten Anle­gern ange­kom­men. Ein gro­ßer Vor­teil der rela­tiv jun­gen Finanz­in­stru­men­te, die im deutsch­spra­chi­gen Raum auch als Dif­fe­renz­kon­trak­te Bezeich­nung fin­den, stellt die Mög­lich­keit dar, sowohl Long- als auch Short-Posi­tio­nen ein­ge­hen zu kön­nen. Beim CFD-Tra­ding wird das Under­ly­ing nicht direkt gehan­delt – der Dif­fe­renz­kon­trakt bezieht sich aller­dings auf die­ses Under­ly­ing. Die Anzahl an unter­schied­li­chen Under­lyings ist abhän­gig vom CFD-Anbie­ter, über den gehan­delt wird.
CFDs zäh­len zu den Deri­va­ten und dar­über hin­aus zu den außer­börs­lich gehan­del­ten Instru­men­ten. Sie gel­ten als hoch­spe­ku­la­tiv. Das hohe Risi­ko, das im Zusam­men­hang mit dem Han­del mit Dif­fe­renz­kon­trak­ten steht, kann auf ver­schie­de­ne Grün­de zurück­ge­führt wer­den. Sehr häu­fig ist im Kon­text Risi­ko von der soge­nann­ten Nach­schuss­pflicht die Rede. Was es mit die­ser Nach­schuss­pflicht auf sich hat, wird in den fol­gen­den Abschnit­ten erklärt.
 

Besteht im CFD-Han­del Nach­schuss­pflicht?

Was ist die Nach­schuss­pflicht?

Unter der Nach­schuss­pflicht wird im Zusam­men­hang mit dem CFD-Han­del die Ver­pflich­tung, das Kapi­tal auf dem Han­dels­kon­to zu erhö­hen oder einen nega­ti­ven Kon­to­saldo aus­zu­glei­chen, ver­stan­den. Beim Han­del mit CFDs besteht nicht nur die Gefahr eines Total­ver­lusts des ein­ge­setz­ten Kapi­tals. Es ist dar­über hin­aus auch mög­lich, dass die Ver­lus­te grö­ßer sind als die Ein­la­ge. In die­sem Fall greift die Nach­schuss­pflicht. Das bedeu­tet, dass Nach­zah­lun­gen fäl­lig wer­den. Die Nach­schuss­pflicht ist einer der Haupt­grün­de, wes­halb sich der Han­del mit CFDs aus­schließ­lich für Händ­ler mit Exper­ti­se und Erfah­rung eig­net.
 

Wie kann es dazu kom­men, das Kapi­tal nach­ge­schos­sen wer­den muss?

Ein wich­ti­ges Merk­mal des CFD-Tra­dings ist der Han­del auf Mar­gin. Das bedeu­tet, dass die Mög­lich­keit besteht, gehe­bel­te Posi­tio­nen ein­zu­ge­hen. Gehe­belt bedeu­tet, dass nur ein Teil der Wert­sum­me, die im Zusam­men­hang mit der ein­ge­gan­ge­nen Posi­ti­on steht, als Sicher­heits­leis­tung auf dem Han­dels­kon­to hin­ter­legt ist. Auf die­se Wei­se erhöht sich sowohl das Gewinn­po­ten­zi­al als auch das Ver­lust­po­ten­zi­al. Je höher der Hebel, des­to grö­ßer ist auch das Risi­ko, das im Zusam­men­hang mit der Nach­schuss­pflicht besteht. Kapi­tal nach­ge­schos­sen wer­den muss zum Bei­spiel, wenn die Mar­gin­an­for­de­run­gen nicht mehr erfüllt wer­den. Es ist also rat­sam, die Geschäfts­be­din­gun­gen des CFD-Anbie­ters genau durch­zu­le­sen bezie­hungs­wei­se zu ver­ste­hen. Mit einem soge­nann­ten Mar­gin Call for­dert der CFD-Bro­ker sei­nen Kun­den in aller Regel auf, wei­te­res Kapi­tal nach­zu­schie­ßen. Extre­me Kurs­schwan­kun­gen und soge­nann­te Gaps kön­nen dar­über hin­aus dazu füh­ren, dass die Posi­ti­on nicht recht­zei­tig geschlos­sen wer­den kann. Die Fol­ge kön­nen Ver­lus­te sein, die deut­lich über die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Sum­me auf dem CFD-Kon­to hin­aus­ge­hen. Ein nega­ti­ver Kon­to­saldo ist in die­sem Fall das Resul­tat. 

Inter­es­sier­te kön­nen sich auf dem Ver­gleichs­por­tal www.cfd-brokervergleich.com über die ein­zel­nen CFD Bro­ker und deren Kon­di­tio­nen detail­lier­ter infor­mie­ren.