Schutz­zweck der Wider­rufs­be­leh­rung bei Finan­zie­rungs­ver­trä­gen

Wird der Erwerb einer wert­hal­ti­gen Eigen­tums­woh­nung durch ein Dar­le­hen finan­ziert, so besteht der Schutz­zweck der Wider­rufs­be­leh­rung nach dem Haus­tür­wi­der­rufs­ge­setz nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs auch unter Berück­sich­ti­gung der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten (Urteil vom vom 25. Okto­ber 2005: "Crails­hei­mer Volks­bank") nicht dar­in, den über sein Wider­rufs­recht nicht belehr­ten Dar­le­hens­neh­mer mit Hil­fe des Scha­dens­er­satz­rechts so zu stel­len, als wenn das Dar­le­hen sofort wider­ru­fen und eine Eigen­fi­nan­zie­rung vor­ge­nom­men wor­den wäre.

Schutz­zweck der Wider­rufs­be­leh­rung bei Finan­zie­rungs­ver­trä­gen

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Sep­tem­ber 2006 – XI ZR 242/​05