Vier­lin­den – oder: deut­sche vs. EU-Gerich­te

Im Rah­men der Prü­fung des Schutz­hin­der­nis­ses nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 Mar­kenG ist die Beur­tei­lung, ob eine zukünf­ti­ge Ver­wen­dung einer geo­gra­phi­schen Her­kunfts­an­ga­be für eine bestimm­te Waren­grup­pe ver­nünf­ti­ger­wei­se zu erwar­ten ist, grund­sätz­lich Sache der natio­na­len Gerich­te.

Vier­lin­den – oder: deut­sche vs. EU-Gerich­te

Allein aus dem Umstand, dass das Bun­des­pa­tent­ge­richt der Bekannt­heit einer Orts­be­zeich­nung bei der Prü­fung des Schutz­hin­der­nis­ses nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 Mar­kenG im kon­kre­ten Fall ein ande­res Gewicht bei­misst als das Gericht ers­ter Instanz der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten, ohne ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten zu rich­ten, folgt kei­ne Ver­let­zung des Grund­sat­zes des gesetz­li­chen Rich­ters im Sin­ne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Mai 2009 – I ZB 107/​08