Rest­wert­bör­se

Erstat­tet ein Sach­ver­stän­di­ger im Auf­trag eines Unfall­ge­schä­dig­ten ein Gut­ach­ten über den Scha­den an einem Unfall­fahr­zeug, das dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer des Unfall­geg­ners vor­ge­legt wer­den soll, ist der Haft­pflicht­ver­si­che­rer grund­sätz­lich nicht berech­tigt, im Gut­ach­ten ent­hal­te­ne Licht­bil­der ohne Ein­wil­li­gung des Sach­ver­stän­di­gen in eine Rest­wert­bör­se im Inter­net ein­zu­stel­len, um den vom Sach­ver­stän­di­gen ermit­tel­ten Rest­wert zu über­prü­fen.

Rest­wert­bör­se

Der aus § 242 BGB her­ge­lei­te­te Aus­kunfts­an­spruch wegen Ver­let­zung eines Schutz­rechts kann sich über die kon­kre­te Ver­let­zungs­hand­lung hin­aus auf Ver­let­zungs­hand­lun­gen erstre­cken, die einen ande­ren Schutz­ge­gen­stand betref­fen, wenn die Gefahr einer unzu­läs­si­gen Aus­for­schung des Aus­kunfts­pflich­ti­gen nicht besteht 1.

BGH, Urteil vom 29. April 2010 – I ZR 68/​08

  1. Fort­füh­rung von BGHZ 166, 233 Tz. 34 ff. – Par­füm­test­käu­fe[]