Ver­pa­ckungs­pflicht­grö­ßen

Am 10. Mai hat das Euro­päi­sche Par­la­ment einer Richt­li­nie zuge­stimmt, mit der die bis­he­ri­gen Bestim­mun­gen zur Fest­le­gung von Ver­pa­ckungs­grö­ßen dere­gu­liert und ver­ein­facht wer­den. Die neue Richt­li­nie sieht die Frei­ga­be der Nenn­füll­men­gen für Erzeug­nis­se in Fer­tig­pa­ckun­gen vor. Die bis­he­ri­gen, aus den 70er Jah­ren stam­men­den Vor­schrif­ten ent­hiel­ten noch Ver­pa­ckungs­grö­ßen für eine Viel­zahl von Pro­duk­ten – von Anstrich­far­ben über Fisch­stäb­chen bis zur Zahn­pas­ta. Nach der Neu­re­ge­lung, mit der drei Richt­li­ni­en zu einer ein­zi­gen zusam­men­fasst wer­den, gibt es ver­bind­lich fest­ge­leg­te EU-Ver­pa­ckungs­grö­ßen nur noch für Wein, Sekt und Spi­ri­tuo­sen.

Ver­pa­ckungs­pflicht­grö­ßen

Der Ver­brau­cher­schutz wird auch wei­ter­hin dadurch gewähr­leis­tet, dass in grö­ße­ren Geschäf­ten eine zusätz­li­che Aus­zeich­nung des Prei­ses je Maß­ein­heit (je Liter oder Kilo­gramm) obli­ga­to­risch ist. Dadurch ist sicher­ge­stellt, dass der Ver­brau­cher die Pro­duk­te ver­glei­chen und eine infor­mier­te Kauf­ent­schei­dung tref­fen kann.

Die Richt­li­nie muss inner­halb eines Jah­res in natio­na­les Recht umge­setzt wer­den. Über­gangs­fris­ten von bis zu 6 Jah­ren sind aller­dings für eini­ge Lebens­mit­tel wie bei­spiels­wei­se Milch, Zucker und Kaf­fee vor­ge­se­hen, um Her­stel­lern und Ver­brau­chern die Anpas­sung zu erleich­tern.