Der Streit um eine Ver­si­che­rung – und der Streit­wert des Fest­stel­lungs­an­trags

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs rich­ten sich Streit­wert und Beschwer von Kla­gen, mit denen der Ver­si­cher­te Ren­ten­zah­lun­gen begehrt, die von einer sich nach der Berech­nung des Ver­si­che­rers tat­säch­lich erge­ben­den Ren­te abwei­chen, nach dem drei­ein­halb­fa­chen Jah­res­be­trag (§§ 3, 9 Satz 1 ZPO) der Dif­fe­renz [1].

Der Streit um eine Ver­si­che­rung – und der Streit­wert des Fest­stel­lungs­an­trags

Ist die Kla­ge eines Ver­si­cher­ten nicht auf Leis­tung, son­dern auf Fest­stel­lung gerich­tet, dass der beklag­te Ver­si­che­rer bei Errech­nung der Ren­te bestimm­te Vor­ga­ben zu beach­ten habe, nimmt der Bun­des­ge­richts­hof bei der Wert­be­rech­nung mit Blick auf die feh­len­de Voll­streck­bar­keit eines Fest­stel­lungs­aus­spruchs einen Abschlag von 20% vor [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Sep­tem­ber 2016 – IV ZR 548/​15

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 25.10.2012 – IV ZR 161/​10 7; vom 30.11.2011 – IV ZR 167/​10 4; vom 10.03.2010 – IV ZR 333/​07 17; jeweils zur Berech­nung von Zusatz­ren­ten einer Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 25.10.2012 aaO; vom 30.11.2011 aaO Rn. 9 m.w.N.[]