Behörd­lich ange­ord­ne­te Bau­ar­bei­ten an der Miet­woh­nung

Bau­li­che Maß­nah­men, die der Ver­mie­ter auf­grund einer behörd­li­chen Anord­nung oder gesetz­li­chen Ver­pflich­tung durch­zu­füh­ren hat, fal­len nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs nicht unter § 554 Abs. 2 BGB und unter­lie­gen des­halb auch nicht den in § 554 Abs. 3 dem Ver­mie­ter auf­er­leg­ten Mit­tei­lungs­pflich­ten. Der­ar­ti­ge Maß­nah­men muss der Mie­ter viel­mehr nach § 242 BGB dul­den.

Behörd­lich ange­ord­ne­te Bau­ar­bei­ten an der Miet­woh­nung

Auch der­ar­ti­ge Maß­nah­men sind, soweit es sich nicht um Not­maß­nah­men han­delt, vom Ver­mie­ter vor­her anzu­kün­di­gen, so dass sich der Mie­ter nach Mög­lich­keit dar­auf ein­stel­len kann. Der Mie­ter ist nach Treu und Glau­ben ver­pflich­tet, an einer bal­di­gen Ter­mins­ab­stim­mung mit­zu­wir­ken.

Bun­des­ge­richts­hof, Ver­säum­nis­ur­teil vom 4. März 2009 – VIII ZR 110/​08