Beleh­rungs­pflicht bei nota­ri­el­lem Dar­lehns­ver­trag

Für eine, dem Notar typi­scher­wei­se bei Aus­tausch­ge­schäf­ten oblie­gen­de, "dop­pel­te" Beleh­rung hin­sicht­lich unge­si­cher­ter Vor­leis­tun­gen kann nach der Inter­es­sen­la­ge auch bei einem nota­ri­el­len Dar­le­hens­ver­trag Anlass sein, in dem zugleich die Bestel­lung einer Grund­schuld als Sicher­heit ver­ein­bart wird.

Beleh­rungs­pflicht bei nota­ri­el­lem Dar­lehns­ver­trag

Aller­dings: Außer­halb des Anwen­dungs­be­reichs der­je­ni­gen Vor­schrif­ten, die eine Do-kumen­ta­ti­ons­pflicht des Notars über bestimm­te Beleh­run­gen begrün­den, trägt für die Behaup­tung, der Notar habe erfor­der­li­che Beleh­run­gen unter­las­sen, der Geschä­dig­te die Beweis­last.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Juni 2006 – III ZR 259/​05