Dar­le­gungs­last

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs genügt eine Par­tei ihrer Dar­le­gungs­last, wenn sie Tat­sa­chen vor­trägt, die in Ver­bin­dung mit einem Rechts­satz geeig­net sind, das gel­tend gemach­te Recht als in ihrer Per­son ent­stan­den erschei­nen zu las­sen.

Dar­le­gungs­last

Die Anga­be nähe­rer Ein­zel­hei­ten ist nicht erfor­der­lich, soweit die­se für die Rechts­fol­gen nicht von Bedeu­tung sind.

Das Gericht muss nur in die Lage ver­setzt wer­den, auf­grund des tat­säch­li­chen Vor­brin­gens der Par­tei zu ent­schei­den, ob die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für das Bestehen des gel­tend gemach­ten Rechts vor­lie­gen.

Genügt das Par­tei­vor­brin­gen die­sen Anfor­de­run­gen, kann der Vor­trag wei­te­rer Ein­zel­hei­ten nicht ver­langt wer­den. Viel­mehr muss der Tatrich­ter in die Beweis­auf­nah­me ein­tre­ten, um dort even­tu­ell wei­te­re Ein­zel­hei­ten zu ermit­teln 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Juni 2014 – VI ZR 560/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 17.07.2013 – VIII ZR 163/​12, NJW-RR 2013, 1458 Rn. 30; Beschlüs­se vom 13.11.2013 – IV ZR 224/​13, VersR 2014, 104 Rn. 7; vom 12.09.2012 – IV ZR 177/​11, ZEV 2013, 34 Rn. 12, jeweils mwN[]