Die lücken­haf­te ärzt­li­che Doku­men­ta­ti­on

Das Feh­len der Doku­men­ta­ti­on einer auf­zeich­nungs­pflich­ti­gen Maß­nah­me begrün­det die Ver­mu­tung, dass die Maß­nah­me unter­blie­ben ist 1 (vgl. jetzt auch § 630h Abs. 3 BGB).

Die lücken­haf­te ärzt­li­che Doku­men­ta­ti­on

Die­se Ver­mu­tung ent­fällt weder des­halb, weil in der Pra­xis mit­un­ter der Pflicht zur Doku­men­ta­ti­on nicht nach­ge­kom­men wird 2, noch des­halb, weil die Doku­men­ta­ti­on ins­ge­samt lücken­haft ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. Novem­ber 2014 – VI ZR 76/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 14.02.1995 – VI ZR 272/​93, BGHZ 129, 6, 10; BGH, Beschluss vom 09.06.2009 – VI ZR 261/​08, VersR 2009, 1406 Rn. 4; fer­ner Steffen/​Pauge, Arzt­haf­tungs­recht, 12. Aufl., Rn. 548; Geiß/​Greiner, Arzt­haft­pflicht­recht, 7. Aufl., B Rn. 247[]
  2. BGH, Urteil vom 14.02.1995, aaO[]