Die unter­las­se­ne Befund­er­he­bung als ärzt­li­cher Kunstfehler

Für die Beweis­last­um­kehr hin­sicht­lich des Ursa­chen­zu­sam­men­hangs zwi­schen ärzt­li­chem Feh­ler und Gesund­heits­scha­den reicht es aus, dass die Unter­las­sung einer aus medi­zi­ni­scher Sicht gebo­te­nen Befund­er­he­bung einen gro­ben ärzt­li­chen Feh­ler dar­stellt. Das Unter­las­sen der gebo­te­nen The­ra­pie ist im Fal­le der Nicht­er­he­bung medi­zi­nisch gebo­te­ner Befun­de nicht Vor­aus­set­zung für die Annah­me eines gro­ben Behand­lungs­feh­lers mit der Fol­ge der Beweis­last­um­kehr zuguns­ten des Patienten.

Die unter­las­se­ne Befund­er­he­bung als ärzt­li­cher Kunstfehler

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 29. Sep­tem­ber 2009 – VI ZR 251/​08

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