Beer­di­gungs­kos­ten

Das erwach­se­ne Kind muss auch dann die Kos­ten für die Bestat­tung eines Eltern­teils über­neh­men, wenn zu die­sem kei­ne per­sön­li­che Bin­dung bestan­den hat.

Beer­di­gungs­kos­ten

Den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen des Bestat­tungs­rechts lie­ge, so das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in einem Ver­fah­ren, in dem die Gemein­de den Sohn zur Erstat­tung der von ihr ver­aus­lag­ten Beer­di­gungs­kos­ten her­an­ge­zo­gen hat­te, näm­lich die gesetz­ge­be­ri­sche Über­le­gung zugrun­de, dass die Ange­hö­ri­gen eines Ver­stor­be­nen die­sem regel­mä­ßig näher stün­den als die All­ge­mein­heit. Von daher oblie­ge es ihnen, für eine ange­mes­se­ne Bestat­tung zu sor­gen. Die­ser Grund­satz fin­de auch dann Anwen­dung, wenn – wie hier – kei­ne intak­ten Fami­li­en­ver­hält­nis­se vor­lä­gen.

(VG Koblenz, Urteil vom 14. Juni 2005 – 6 K 93/​05.KO)