Mah­nung – aber nicht ohne Bezif­fe­rung

Die Mah­nung ist die an den Schuld­ner gerich­te­te Auf­for­de­rung des Gläu­bi­gers, die geschul­de­te Leis­tung zu erbrin­gen.

Mah­nung – aber nicht ohne Bezif­fe­rung

Die in der Mah­nung ent­hal­te­ne Auf­for­de­rung zur Leis­tung muss bestimmt und ein­deu­tig sein [1].

Dies ist nicht der Fall, wenn nicht ersicht­lich wird, wel­che kon­kre­te Höhe als geschul­de­te Leis­tung gel­tend gemacht, son­dern allein pau­schal die Klag­los­stel­lung ver­langt wird.

Bei einer sol­chen Klag­los­stel­lung han­delt es sich um die blo­ße Auf­for­de­rung an die Schuld­ne­rin, sich über ihre Leis­tungs­be­reit­schaft zu erklä­ren. Eine sol­che Auf­for­de­rung, sich zur Leis­tungs­be­reit­schaft zu erklä­ren, stellt kei­ne den Ver­zug begrün­den­de Mah­nung dar [2].

Land­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 7. Mai 2019 – 323 O 218/​18

  1. OLG Düs­sel­dorf, Urteil vom 29.11.1996 – 22 U 116/​16, m.w.N.; Palandt-Grü­ne­berg, BGB, 77. Aufl.2018, § 286 Rn. 16 f.[]
  2. vgl. OLG Düs­sel­dorf, a. a. O. OLG Bran­den­burg, NJW-RR 2003, 1515; LG Ber­lin, MDR 1983, 319[]