Moder­ni­sie­rungs­miet­erhö­hung – und der Vor­be­halt wei­te­rer Miet­erhö­hun­gen

Der Wirk­sam­keit einer Miet­erhö­hungs­er­klä­rung steht nicht ent­ge­gen, dass die Ver­mie­te­rin sich wei­te­re Miet­erhö­hun­gen wegen noch nicht fer­tig­ge­stell­ter Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men vor­be­hal­ten hat.

Moder­ni­sie­rungs­miet­erhö­hung – und der Vor­be­halt wei­te­rer Miet­erhö­hun­gen

Zwar kann das Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen nach § 559b BGB aF grund­sätz­lich erst nach Abschluss der Arbei­ten gestellt wer­den. Wur­den aber tat­säch­lich trenn­ba­re Maß­nah­men durch­ge­führt, so kön­nen meh­re­re Miet­erhö­hungs­er­klä­run­gen für die jeweils abge­schlos­se­nen Maß­nah­men erfol­gen [1].

Da der Mie­ter von bereits abge­schlos­se­nen Bau­maß­nah­men bereits pro­fi­tiert, ist es nicht unan­ge­mes­sen, ihn im Rah­men der durch §§ 554, 559, 559b BGB aF ein­ge­räum­ten Mög­lich­kei­ten an den hier­für erfor­der­li­chen Kos­ten zu betei­li­gen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Dezem­ber 2014 – VIII ZR 86/​13

  1. Erman/​Dickersbach, aaO Rn. 17; Schmidt-Fut­te­rer/­Börs­t­ing­haus, aaO Rn. 43[]