Selb­stän­di­ges Beweis­ver­fah­ren, Kla­ge­frist und Rechts­miß­brauch

Ein Antrags­geg­ner, der nach Abschluss eines selb­stän­di­gen Beweis­ver­fah­rens mit sei­nem Antrag auf Erhe­bung der Kla­ge über eine ange­mes­se­ne Über­le­gungs­frist hin­aus so lan­ge war­tet, bis der etwai­ge Anspruch des Antrag­stel­lers ver­jährt ist, han­delt rechts­miss­bräuch­lich, wenn es für ihn kei­ne trif­ti­gen Grün­de gab, den Antrag nicht frü­her zu stel­len.

Selb­stän­di­ges Beweis­ver­fah­ren, Kla­ge­frist und Rechts­miß­brauch

Es kommt hier­für nicht dar­auf an, ob eine Kla­ge zu dem Zeit­punkt, in dem der Antrags­geg­ner red­li­cher­wei­se spä­tes­tens den Antrag auf Frist­set­zung hät­te stel­len müs­sen, Aus­sicht auf Erfolg gehabt hät­te.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Janu­ar 2010 – VII ZB 56/​07