Tier­män­gel

Zeigt sich ein Sach­man­gel in den ers­ten sechs Mona­ten nach dem Kauf, wird grund­sätz­lich ver­mu­tet, dass der Man­gel bereits beim Kauf vor­lag. Will der Ver­käu­fer der Sach­män­gel­haf­tung ent­ge­hen, muß er daher nach­wei­sen, dass der Man­gel bei Über­ga­be an den Käu­fer noch nicht vor­lag.

Tier­män­gel

Die­se Ver­mu­tung des § 476 BGB ist, so der Bun­des­ge­richts­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil, grund­sätz­lich auch auf den Tier­kauf anzu­wen­den. Sie kann jedoch wegen der Art des Man­gels bei bestimm­ten Tier­krank­hei­ten aus­ge­schlos­sen sein; bei einer sai­so­nal sicht­ba­ren All­er­gie – hier: Som­mer­ek­zem eines Pfer­des – ist dies nach Ansicht des BGH jedoch nicht der Fall.
c) Zur Wider­le­gung der Ver­mu­tung des § 476 BGB bei einer Tier­krank­heit.

BGH, Urteil vom 29. März 2006 – VIII ZR 173/​05