Unfall beim Motocross

Inwieweit haften die Teilnehmer eines Motocross-Trainings, wenn sich während des Trainings ein Unfall ereignet? Mit dieser Frage musste sich jetzt der Bundesgerichtshof befassen.

Unfall beim Motocross

Dabei ist der BGH zunächst davon ausgegangen, dass der von allen Fahrern vor Aufnahme des Trainings erklärte Haftungsverzicht gemäß § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam ist1. Sodann bestätigt der BGH jedoch, dass eine Haftungsbeschränkung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, die regelmäßig bei sportlichen Kampfspielen und Wettkämpfen mit erheblichem Gefahrenpotential anzunehmen ist, auch für Motocrossfahrten im Trainingsbetrieb Gültigkeit hat. Diese Haftungsbeschränkung steht,so der BGH, auch in Einklang mit einer neueren Entscheidung des BGH2, wonach eine solche Haftungsbeschränkung grundsätzlich auch dann in Betracht kommt, wenn es im Rahmen eines Sicherheitstrainings zu einem Fahrzeugunfall kommt.

Dies gilt jedenfalls dann, wenn – wie im jetzt entschiedenen Streitfall – für den Unfall kein Versicherungsschutz bestand.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Februar 2009 – VI ZR 86/08

  1. vgl. BGHZ 96, 18, 23 ff.[]
  2. BGH, Urteil vom 29. Januar 2008 – VI ZR 98/07 – VersR 2008, 540 f.[]