Wider­kla­ge im schrift­li­chen Ver­fah­ren

Über eine (Dritt-)Wider­kla­ge ist in einem auf den Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung erge­hen­den Urteil nicht zu ent­schei­den, wenn die Wider­kla­ge bis zum Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung nicht erho­ben wur­de. Für die Erhe­bung einer (Dritt-)Widerklage außer­halb der münd­li­chen Ver­hand­lung, ins­be­son­de­re im schrift­li­chen Ver­fah­ren gemäß § 128 Abs. 2 ZPO, ist nach § 261 Abs. 2 ZPO die Zustel­lung des die Wider­kla­ge­an­trä­ge ent­hal­ten­den Schrift­sat­zes not­wen­dig. Allein der Ein­gang die­ses Schrift­sat­zes bei Gericht vor dem (nach § 128 Abs. 2 S. 2 ZPO bestimm­ten) Zeit­punkt, bis zu dem Schrift­sät­ze ein­ge­reicht wer­den konn­ten, genügt nicht, um die Wider­kla­ge bei der Ent­schei­dung zu berück­sich­tig­ten.

Wider­kla­ge im schrift­li­chen Ver­fah­ren

Land­ge­richt Mann­heim, Urteil vom 16. März 2010 – 2 O 212/​09