Wider­rufs­be­leh­rung mit Ankreuz­op­tio­nen

Eine Wider­rufs­in­for­ma­ti­on unter Ver­wen­dung von Ankreuz­op­tio­nen genügt den gesetz­li­chen Vor­ga­ben, da nicht vom Ver­wen­der mar­kier­te Optio­nen kei­ne Zusät­ze zur Infor­ma­ti­on dar­stel­len, son­dern schlicht nicht Ver­trags­be­stand­teil wer­den, und der Emp­fän­ger eines Ver­trags­for­mu­lars nur den ihn betref­fen­den Ver­trags­text zu lesen braucht 1.

Wider­rufs­be­leh­rung mit Ankreuz­op­tio­nen

Dar­an ändert sich auch dann nichts, wenn sich die Text­va­ri­an­ten einer for­mu­lar­mä­ßi­gen Wider­rufs­in­for­ma­ti­on über meh­re­re Druck­sei­ten erstre­cken 2. Da hier die jeweils in Betracht kom­men­den Vari­an­ten durch Ein­rü­cken über­sicht­lich gestal­tet und die maß­geb­li­chen Ankreu­zun­gen mit einem fett­schrei­ben­den Stift vor­ge­nom­men wur­den, ist auch dem Gebot der Klar­heit hin­rei­chend Rech­nung getra­gen.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Urteil vom 14. März 2017 – 17 U 204/​15

  1. BGH, Urteil vom 23.02.2016 – XI ZR 101/​15, Rn. 42 ff.[]
  2. BGH aaO Rn. 46[]