Arbeits­un­fä­hig­keit – Erwerbs­min­de­rungs­ren­te – Urlaub

Der Bezug von Ren­te wegen Erwerbs­min­de­rung hin­dert das Ent­ste­hen des Urlaubs­an­spruchs nicht. Bei fort­be­stehen­der Arbeits­un­fä­hig­keit erlischt der Urlaubs­an­spruch nicht zum Ende des Über­tra­gungs­zeit­raums. Er unter­liegt im fort­be­stehen­den Arbeits­ver­hält­nis nicht der Aus­schluss­frist. Aller­dings ist die Aus­schluss­frist auf den Urlaubs­ab­gel­tungs­an­spruch anwend­bar.

Arbeits­un­fä­hig­keit – Erwerbs­min­de­rungs­ren­te – Urlaub

Da der Urlaubs­ab­gel­tungs­an­spruch erst mit Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses ent­steht und mit dem Urlaubs­an­spruch im bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis nicht iden­tisch ist, wahrt die Gel­tend­ma­chung des Urlaubs­ab­gel­tungs­an­spruchs vor Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses die Aus­schluss­frist nicht.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 2. Dezem­ber 2010 – 22 Sa 59/​10