Arbeits­zeit – und die ange­fan­ge­nen Arbeits­stun­den

Ein Arbeit­ge­ber ist nicht ver­pflich­tet, die Betreu­ungs­tä­tig­kei­ten der Arbeit­neh­me­rin unab­hän­gig von der tat­säch­li­chen Dau­er mit 60 Minu­ten je ange­fan­ge­ner Zeit­stun­de auf die von der Arbeit­neh­me­rin als Gegen­leis­tung für die Ver­gü­tung zu erbrin­gen­den Arbeits­stun­den anzu­rech­nen.

Arbeits­zeit – und die ange­fan­ge­nen Arbeits­stun­den

Für die von der Arbeit­neh­me­rin (hier: einer Leh­re­rin) begehr­te Gewich­tung der Betreu­ungs­zei­ten fehlt es an einer Anspruchs­grund­la­ge, die abwei­chend vom im Arbeits­ver­hält­nis gel­ten­den Grund­satz „Ohne Arbeit kein Lohn„1 eine Ver­gü­tungs­pflicht oder Frei­zeit­aus­gleich als gleich­wer­ti­ge Leis­tung2 ohne Arbeit regel­te.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. März 2016 – 5 AZR 758/​13

  1. vgl. BAG GS 17.12 1959 – GS 2/​59, zu B IV der Grün­de, BAGE 8, 285; 18.04.2012 – 5 AZR 248/​11, Rn. 14, BAGE 141, 144
  2. vgl. BAG 1.02.2006 – 5 AZR 422/​04, Rn. 23; 9.12 2015 – 10 AZR 423/​14, Rn. 22