Der Betriebs­rat – und die Fra­ge des Gemein­schafts­be­trie­bes

Ein gemein­sa­mer Betrieb meh­re­rer Unter­neh­men liegt nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vor, wenn die in einer Betriebs­stät­te vor­han­de­nen mate­ri­el­len und imma­te­ri­el­len Betriebs­mit­tel für einen ein­heit­li­chen arbeits­tech­ni­schen Zweck zusam­men­ge­fasst, geord­net und gezielt ein­ge­setzt wer­den und der Ein­satz der mensch­li­chen Arbeits­kraft von einem ein­heit­li­chen Lei­tungs­ap­pa­rat gesteu­ert wird.

Der Betriebs­rat – und die Fra­ge des Gemein­schafts­be­trie­bes

Dazu müs­sen die Funk­tio­nen des Arbeit­ge­bers in den sozia­len und per­so­nel­len Ange­le­gen­hei­ten des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes insti­tu­tio­nell ein­heit­lich für die betei­lig­ten Unter­neh­men wahr­ge­nom­men wer­den.

Das ver­langt nach einem arbeit­ge­ber­über­grei­fen­den Betriebs­mit­tel- wie Per­so­nal­ein­satz, der cha­rak­te­ris­tisch für den nor­ma­len Betriebs­ab­lauf ist 1.

Der blo­ße Abschluss einer Füh­rungs­ver­ein­ba­rung genügt nicht.

Fehlt es an einem Gemein­schafts­be­trieb, besteht für die Annah­me, die Betei­lig­ten­stel­lung des antrag­stel­len­den Betriebs­rats sei mit dem Ende eines Über­gangs­man­dats ent­fal­len, kein Raum.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 20. Febru­ar 2018 – 1 ABR 53/​16

  1. vgl. BAG 13.02.2013 – 7 ABR 36/​11, Rn. 28 ff.[]