Die recht­li­che Beur­tei­lung des Revi­si­ons­ge­richts – und ihre Bin­dungs­wir­kung

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt ist gemäß § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 563 Abs. 2 ZPO an die recht­li­che Beur­tei­lung des ers­ten Revi­si­ons­ur­teils gebun­den, die der Auf­he­bung zugrun­de gele­gen hat.

Die recht­li­che Beur­tei­lung des Revi­si­ons­ge­richts – und ihre Bin­dungs­wir­kung

Die Bin­dungs­wir­kung betrifft die recht­li­che Beur­tei­lung durch das Revi­si­ons­ge­richt, die der Auf­he­bung der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung zugrun­de liegt und zur Zurück­ver­wei­sung geführt hat. Damit soll ver­mie­den wer­den, dass die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung der Sache dadurch ver­zö­gert oder gar ver­hin­dert wird, dass sie stän­dig zwi­schen Beru­fungs­ge­richt und Revi­si­ons­ge­richt wech­selt, weil kei­nes der bei­den Gerich­te sei­ne Rechts­auf­fas­sung ändert 1.

Recht­li­che Beur­tei­lung sind die Rechts­aus­füh­run­gen in ihrer Gesamt­heit und daher auch die Erheb­lich­keit einer Tat­sa­che für die anzu­wen­den­de Norm 2. Ein­zu­be­zie­hen sind eben­so die den­knot­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen für die recht­li­che Beur­tei­lung des Revi­si­ons­ge­richts 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 11. Okto­ber 2016 – 1 AZR 679/​14

  1. vgl. BAG 23.02.2016 – 3 AZR 960/​13, Rn.19 mwN[]
  2. Thomas/​Putzo/​Reichold ZPO 37. Aufl. § 563 Rn. 4[]
  3. vgl. BVerwG 3.11.2011 – 2 B 1/​11, Rn. 7 mwN[]