Schen­ge­ner Grenz­ko­dex

Der „Schen­ge­ner Grenz­ko­dex“ (EU-Ver­ord­nung Nr.562/2006), der das Über­schrei­ten der EU-Bin­nen­gren­zen durch Per­so­nen regelt, ist am 13. April 2006 im Amts­blatt der EU ver­öf­fent­licht wor­den und tritt damit am 13. Okto­ber 2006 in Kraft.

Schen­ge­ner Grenz­ko­dex

Hier­in wird bestimmt wann, wo und wie die euro­päi­schen Außen­gren­zen über­schrit­ten wer­den dür­fen und wann Grenz­kon­trol­len zwi­schen den Mit­glied­staa­ten wie­der ein­ge­führt wer­den kön­nen. Ins­be­son­de­re wer­den die Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­rei­se in die EU durch Dritt­staats­an­ge­hö­ri­ge gere­gelt. Der Agen­tur für die Zusam­men­ar­beit an den Außen­gren­zen der EU (Fron­tex) kommt dabei eine wich­ti­ge Rol­le zu. Wei­ter­hin fin­den kei­ne Kon­trol­len zwi­schen den inter­nen „Schen­gen-Gren­zen“ statt (EU-13, Island und Nor­we­gen). Aller­dings kann die Poli­zei zur Straf­ver­fol­gung nach wie vor Per­so­nen kon­trol­lie­ren und die Mit­glieds­staa­ten kön­nen eine Per­so­nal­aus­weis­pflicht ein­füh­ren. Das Ver­ei­nig­te König­reich und Irland wer­den den Grenz­ko­dex nicht anwen­den, da sie sich an dem Schen­gen-Besitz­stand nicht betei­li­gen.