Voll­stre­ckung einer Umgangs­re­ge­lung

Das Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren zu einer Umgangs­re­ge­lung ist im Rah­men des Art.111 Abs.1 FGG-RG als ein selb­stän­di­ges Ver­fah­ren und nicht als blo­ße Fort­set­zung des Ver­fah­rens der Haupt­sa­che anzu­se­hen. Des­halb rich­ten sich Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren, die nach dem 31.08.2009 ein­ge­lei­tet wer­den, auch dann nach den §§ 86 ff., 120 FamFG, wenn sie auf Titeln beru­hen, die bis zum 31.08.2009 ent­stan­den sind.

Voll­stre­ckung einer Umgangs­re­ge­lung

Ist vor dem 01.09.2009 ein Voll­stre­ckungs­ti­tel ergan­gen, bei dem gemäß § 33 FGG a.F. für den Fall der Zuwi­der­hand­lung ein Zwangs­geld ange­droht war, so kön­nen auf die­ser Grund­la­ge künf­tig Ord­nungs­mit­tel nach § 89 FamFG ange­ord­net wer­den. Bei sog. Alt­ti­teln, für die die Ver­hän­gung von Zwangs­geld ange­droht war, ist nicht erfor­der­lich, dass vor der Anord­nung eines Ord­nungs­mit­tels (erneut) gemäß § 89 Abs.2 FamFG ein Hin­weis auf die Fol­gen einer Zuwi­der­hand­lung erfolgt.

OLG Karls­ru­he, Beschluss vom 8. April 2010 – 2 WF 40/​10

  1. AG Eus­kir­chen, Urteil vom 19.03.2013 – 17 C 160/​12[]