Zah­lun­gen in der nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft

Obliegt nach der von den Part­nern einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft gewähl­ten Auf­ga­ben­ver­tei­lung einem von ihnen, für die Kos­ten der gemein­sa-men Lebens­füh­rung (hier: Mie­te der gemein­sa­men Woh­nung) auf­zu­kom­men, so umfasst die für die Zeit des Zusam­men­le­bens anzu­neh­men­de ander­wei­ti­ge Bestim­mung im Sin­ne des § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB auch die Auf­wen­dun­gen, die in die­ser Zeit zu beglei­chen gewe­sen wären. Ein Gesamt­schuld­ner­aus­gleich schei­det des­halb auch dann aus, wenn die vor der Tren­nung der Par­tei­en fäl­lig gewor­de­nen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen erst nach der Tren­nung erfüllt wor­den sind.

Zah­lun­gen in der nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Febru­ar 2010 – XII ZR 53/​08