Behin­der­ten­kon­ven­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen

Nach der Zustim­mung des Bun­des­ra­tes ist der Weg frei für das Inkraft­tre­ten des Rati­fi­ka­ti­ons­ge­set­zes zum Über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen über die Rech­te von Men­schen mit Behin­de­run­gen zum 1. Janu­ar 2009. Deutsch­land bleibt damit Schritt­ma­cher auf dem Weg zur selbst­be­stimm­ten und gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be behin­der­ter Men­schen. Dem Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens folgt nun die Erstel­lung der Rati­fi­ka­ti­ons­ur­kun­de und deren Unter­zeich­nung durch den Bun­des­prä­si­den­ten. Mit der anschlie­ßen­den Hin­ter­le­gung der Urkun­de bei den Ver­ein­ten Natio­nen in New York schließt das Rati­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren ab. 30 Tage nach der Hin­ter­le­gung tritt das Über­ein­kom­men dann in Deutsch­land in Kraft.
Das Über­ein­kom­men ist das ers­te uni­ver­sel­le Rechts­in­stru­ment, das bestehen­de Men­schen­rech­te aus der Per­spek­ti­ve der Men­schen mit Behin­de­run­gen und mit Blick auf ihre spe­zi­fi­schen Lebens­la­gen kon­kre­ti­siert und kodi­fi­ziert. Deutsch­land gehör­te zu den Erst­un­ter­zeich­nern des Über­ein­kom­mens, hat­te bei den vor­aus­ge­gan­ge­nen Ver­hand­lun­gen ent­schei­den­de Akzen­te gesetzt und führt mit der zügi­gen Rati­fi­ka­ti­on sei­nen Para­dig­men­wech­sel kon­se­quent fort: Hin zu einer Poli­tik für und mit behin­der­ten Men­schen im Sin­ne der Ein­bin­dung, Ermu­ti­gung, Befä­hi­gung, selbst­be­stimm­ten Teil­ha­be und Gleich­stel­lung – mit bür­ger­recht­li­chem Ansatz, nicht als kari­ta­ti­ve Sozi­al­po­li­tik.

Behin­der­ten­kon­ven­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen