Ein­stel­lung des Kin­der­zu­schlags

Die bis zum 31.12.2007 in § 6a Abs. 2 Satz 3 BKGG ent­hal­te­ne Rege­lung über die Höch­st­an­spruchs­dau­er für den Kin­der­zu­schlag von 36 Mona­ten führt nicht dazu, dass sich ein Ver­wal­tungs­akt mit dem die Behör­de ohne zeit­li­che Befris­tung den Kin­der­zu­schlag gem. § 6a BKGG gewährt hat, auto­ma­tisch erle­digt; der Ver­wal­tungs­akt ist nach § 48 SGB X auf­zu­he­ben.

Ein­stel­lung des Kin­der­zu­schlags

Die Ein­stel­lung des Kin­der­zu­schlags bedarf auch immer einer Ent­schei­dung durch Bescheid der Beklag­ten (§ 14 Satz 2 BKGG in der seit 1. Janu­ar 2007 gel­ten­den Fas­sung). Auch § 14 Abs. 2 BKGG in der bis 31. Dezem­ber 2006 gel­ten­den Fas­sung (a.F.), der in Nr. 1 vor­sah, dass von der Ertei­lung eines Beschei­des über die Ent­zie­hung des Kin­der­gel­des abge­se­hen wer­den kön­ne, wenn der Berech­tig­te anzeigt, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Berück­sich­ti­gung eines Kin­des nicht mehr erfüllt sind, recht­fer­tigt kei­ne bescheid­lo­se Ein­stel­lung der Kin­der­zu­schlags­zah­lun­gen zum 31. Dezem­ber 2005. Denn die­se Vor­schrift galt – anders als § 14 Abs. 1 BKGG – aus­weis­lich ihres Wort­lauts ledig­lich für die Ent­zie­hung des Kin­der­gel­des, nicht jedoch für die Ent­zie­hung des Kin­der­zu­schlags nach § 6a BKGG.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 31. August 2010 – L 13 AS 5895/​08